Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

DioneNatter

    

 

 DioneQuickLinks:

 

Follow me on Facebook

Infos! Fotos! Updates! Babies:

Hier Dionenatter liken

 

 

 

Black is beautiful

Schön und selten - schwarze Dionenattern:

Hier geht's zum Video

 

 

 

 

 

 

 

Herping in Russia

interessantes Video vom Fund wildlebender Dionenattern:

Hier geht's zum Video

 

 

 

Schlange gefunden?

Keine Angst vor unseren heimischen Schlangen! Mit dem Artensteckbrief der DGHT Schlangenarten bestimmen:

Hier geht's zum Steckbrief

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Dieses Kapitel ist nur für Schlangenliebhaber gedacht, die gerne hin und wieder auch körperlichen Kontakt mit ihrem Pflegling aufnehmen und physisch mit ihrer Dionenatter agieren möchten. Mir ist dabei völlig bewusst und ich möchte dies auch ausdrücklich an dieser Stelle betonen, dass Schlangen KEINE Streicheltiere sind und wer regelmäßig ausgiebigen Körperkontakt mit einem Haustier sucht, der ist mit einer Katze oder Zwergkaninchen, etc. besser bedient. Solche Säugetiere sind Körperkonakt gewohnt, Reptilien dagegen sind strikte Einelgänger und verbinden Körperkontakt außerhalb von Paarungsaktivitäten nur mit Aggression von beispielsweise einem Fressfeind. Es gibt diesbezüglich heftige, ideologische Debatten zwischen strengen Gegnern des sogenannten "Handlings" (gesprochen "Händling" = englischer Begriff, der das Anfassen und Herausnehmen von Terrarientieren bezeichnet) und einer, zumeist jungen, Generation von Nachwuchsterrarianern, die sich mehr Interaktion mit einem Reptil wünschen. Nicht zuletzt aus diesem Grund erfreuen sich besonders solche Reptilienarten zunehmender Beliebtheit (z.B. Bartagamen, Leopardgeckos, etc), die sich tolerant gegenüber dem Handling zeigen, ohne (äußerlich sichtbare) Streßreaktionen zu zeigen. 

Ob man nun einen Terrariumbewohner NIEMALS oder doch hin und wieder anfassen soll (darf?), dazu habe ich auf der folgenden Seite einige Gedanken geäußert:  Verhalten 

Deshalb nochmals mein Hinweis: Ich propagiere ausdrücklich NICHT, dass man sich eine Dionenatter nur zulegt, um eine Schlange zum Streicheln zu Hause zu halten. Dionenattern eignen sich jedoch aufgrund ihrer erstaunlichen Stressresistenz und Zutraulichkeit gegenüber anderen Schlangenarten ganz besonders dazu, hin und wieder angefasst und gehandelt zu werden, was besonders begrüßenswert ist, wenn dadurch negative Vorurteile und Ängste gegenüber Schlangen abgebaut werden können! Es ist absolut in Ordnung, wenn man sich eine Dionenatter nur zum Anschauen anschafft und sich daran erfreut, wie sie in einem naturnah eingerichteten Terrarium ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgeht.

 

Hirnlose Schlangen?

 

Natürlich ist mir als naturwissenschaftlich interessierter Terrarianer bewusst, dass sich Reptilien und Schlangen grundsätzlich schlecht bis gar nicht zähmen lassen. Dazu ist ihr Gehirn einfach zu primitiv, im Vergleich zum Beispiel gegenüber Säugetiergehirnen. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie etwa Krokodile, Kaimane, Leguane, Warane oder Schildkröten. Weshalb einzelne Reptilienarten zutraulicher werden als andere, kann man zum Teil vielleicht durch evolutionäre Anpassung erklären, wenn der Druck durch Fressfeinde weniger stark ist und die betroffenen Reptilienarten deshalb weniger Abwehr- oder Fluchtverhalten ausbilden mussten.

So ganz "hirnlos" sind Reptilien dann aber doch nicht, auch wenn ihr Gehirn größtenteils nur aus dem einfachen Stammhirn besteht - jenem Teil, der stammesgeschichtlich als der älteste gilt und bei Säugetieren deshalb als "Reptiliengehirn" bezeichnet wird, weil er nur ganz grundlegene Körperfunktionen aufrecht erhält (z.B. Atmung). Ihre kognitiven Fähigkeiten sind zwar überschaubar, aber dennoch nachweislich vorhanden. Durch Erscheinen an regelmäßigen Futterplätzen zu den immer gleichen Zeiten, lassen zum Beispiel einige Reptilien Lernverhalten erkennen.

Dionenattern lernen sehr schnell zu erkennen, ob ich ihre Terrarientür zur Fütterung öffne, oder um nur mal Wasser in den Näpfen zu wechseln. Sie lernen als Baby auch sehr schnell (innerhalb von einer Woche), dass der große dunkle Schatten über ihrer Aufzuchtbox kein gefährlicher Raubvogel ist, vor dem man sich verstecken muss, sondern ein harmloser Mensch, der ihnen nichts tun will. Weshalb das z.B. Kornnatter-Babies, aber auch Schlangenbabies anderer Arten niemals kapieren und sich permanent verstecken, kann ich auch nicht erklären. Aber gerade dieses zutrauliche Verhalten macht die Dione zu etwas Besonderem, was eben nur ganz wenige Schlangenarten zu bieten haben und genau das macht ihre Haltung so reizvoll!

 

Baby-Dione oder erwachsene Dione?

 

Hier unterscheiden sich Dione gar nicht mal so groß von Hunde- oder Katzenwelpen: je früher ich eine Dione an ihre zukünftige Umgebung gewöhne, desto schneller und dauerhafter werden sich ihr Charakter, ihr Verhalten und somit auch ihre Zutraulichkeit entwickeln.
Ich höre von Interessenten oftmals, dass sie aus Ungeduld schließlich irgendwo eine erwachsene Dione gekauft hätten und dass sich diese nun als ganz anders verhält, als die Dione auf meinen Fotos und Videos! Hier kann ich natürlich auch nicht mehr helfen.

Von daher mein ganz eindringlicher Tipp: Ein Baby ist IMMER einem erwachsenen Tier vorzuziehen. Lieber noch etwas gedulden, als sich eine Dione aus unbekannter Haltung kaufen, die sich dann möglicherweise als garstig oder scheu (und somit meist unsichtbar) herausstellt.

 

Dione-Babies wollen Party!

 

Der nächste große Irrglaube ist der, die neu erworbenen Baby-Dione an einen möglichst ruhigen Ort zu stellen, damit sie so wenig wie möglich gestört und erschreckt werden. Genau das Gegenteil ist RICHTIG! Je seltener ein erschreckendes Ereignis eintritt umso schwerer kann sich die kleine Schlange daran gewöhnen. Steht sie dagegen mitten im Wohnungsflur, wo ständig Trubel herrscht, wird sich eine kleine Dionenatter sehr schnell daran gewöhnen, dass dies überhaupt keine Bedrohung darstellt und nach wenigen Tagen bleibt sie seelenruhig auf ihrem Ast liegen und beobachtet neugierig, was da draußen so vor sich geht, denn nach den ersten Fütterungen hat sie außerdem gelernt, dass jeder menschliche "Besuch" in ihrer Box leckeres Futter bedeuten kann. Und so verbindet sie mit Menschen keine Gefahr, sondern nur Positives. Es ist natürlich ganz wichtig, dass man ihr Vertrauen nicht dadurch erschüttert, dass man sie absichtlich ärgert oder erschreckt, indem man zum Beispiel heftig an die Scheiben klopft oder sie am Schwanz zieht, etc.! Dann muss man sich später natürlich wundern, wenn sie sich irgendwann zurückzieht und ihren Besitzer später böse anzischt und mit dem Kopf nach ihm stößt (das können Dione nämlich durchaus) und mit Menschen nichts mehr zu tun haben möchte.

 

 

Dione-Baby - gerade mal 5 Tage alt und schon gelernt, dass eine Hand keine Gefahr ist...

 

 

Was ebenfalls bei der Eingewöhnung hilft, ist die Gesellschaft einer (oder mehrerer) Artgenossen. Ich weiss - oben habe ich gesagt, dass Reptilien Einzelgänger wären, weshalb empfehle ich jetzt doch die Gesellschaft? Dies ist nur ein "Trick", um die kleinen Dione frühzeitig an regelmäßige Berührungen zu gewöhnen!
Wir wissen, dass Schlangen Körperkontakt mit Bedrohung verbinden, also müssen wir sie daran gewöhnen, dass Berührungen keine Gefahr und kein Grund zur Aufregung darstellen. Da wir nun nicht 12 Stunden täglich unsere Dione auf der Hand halten können und auch nicht unsere Hand stundenlang im Terrarium liegen lassen können, müssen diese Aufgabe die anderen Dione im Terrarium für uns übernehmen. Dadurch, dass die aktiven Jungschlangen viel unterwegs sind und ständig übereinander hinweg kriechen, gewöhnen sich sich auf diese Weise an regelmäßige Berührungen. Ob dies später eine menschliche Hand oder eine andere Schlange ist, spielt für die Dione dann keine Rolle mehr - sie ist es gewohnt und toleriert es, ohne gestresst zu werden.

 

Keine Dionenatter ist wie die andere!

 

Wichtig zu beachten ist außerdem, dass Dionenattern kleine Persönlichkeiten mit eigenständigem Charakter sind. Dies bedeutet, dass die eine Dione etwas schneller zutraulich wird, als eine andere, selbst wenn es sich um ein Geschwistertier aus dem selben Gelege handelt. Manche Dionenattern stürzen sich gierig auf die angebotene Maus und würgen sie heftig, obwohl die Maus aufgetaut wurde und natürlich schon lange tot ist, andere Dione haben gelernt, dass die Mäuse nicht mehr gewürgt werden müssen und fressen sie ganz ruhig von der Pinzette. Manche Dione klappern aufgeregt mit dem Schwanz, wenn man sie berührt (eine Abwehrreaktion), andere zucken nicht einmal mit der (nicht vorhandenen) Wimper. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass die Dionenattern mit jedem Lebensjahr insgesamt ruhiger und weniger nervös werden.

 

Handling - aber richtig!

 

Das Handling sollte nur aus gutem und triftigem Grund erfolgen, zum Beispiel Überführung in die Überwinterungsbox, Tierarztbesuch, Reinigungsarbeiten. Niemals zerrt man eine entspannt daliegende Dionenatter zum Herzeigen oder Anschauen von ihrem Ast oder gar aus ihrer Höhle. Dies wird auf Dauer ihr Vertrauen in den Menschen erschüttern. Nicht zu empfehlen ist das Handling natürlich auch kurz vor oder gar während der Fütterung! Auch die zutraulichste Dionenatter kennt keine Freunde mehr, wenn sie Mäuseduft wittert. Mit Bissen in die Finger muss gerechnet werden, die natürlich allein der Pfleger zu verantworten hat und niemals aus Bösartigkeit geschehen. Deshalb verwendet man stets eine große Futterpinzette und füttert niemals aus der Hand, auch damit die Dione den Unterschied lernt und nicht Finger mit Fütterung gleichsetzt.

Bei dieser Gelegenheit ein Hinweis zu versehentlichen Bissen während der Fütterung:
wer noch nie von einer Schlange gebissen wurde, muss wirklich keine Angst haben. Dionenattern haben nadelspitze, aber sehr kurze Zähnchen, die so dünn sind, dass sie praktisch keinen Schmerz verursachen, sie dringen nur minimal in die Haut ein und ein paar Bluttröpfchen quellen hervor, das war es auch schon. Einfach die betroffene Stelle nach der Blutstillung gut waschen oder desinfizieren und schon ist die Sache vergessen. Ich war bei meinem ersten Dione-Biss (bei der Fütterung nicht aufgepasst) völlig überrascht, wie schmerzlos dieser doch verläuft.

Es bieten sich genug Möglichkeiten, seine Dionenatter einmal auf die Hand zu nehmen, meist wenn sie neugierig an der Scheibe entlang kriechen und hinaus wollen, denn natürlich haben sie schnell gelernt, dass sich diese komische, unsichtbare Barriere ab und zu öffnet und man dann weiter hinaus kommt. Öffnet man dann die Scheibe, wird die Dione zunächst einmal züngeln, ob Fütterungszeit ist und ob es nach Maus oder vielleicht nach Gefahr riecht, ist beides nicht der Fall, wird sie neugierig ihren Kopf heraustrecken, um die Gegend zu erkunden. Dies kann man nutzen und sie vorsichtig auf die Hand nehmen. Mit ihrer Schwanzspitze sichert sich die Dione immer ab, um nicht abzustürzen, deshalb zieht man seine Schlange niemals schnell oder gar mit Kraft aus dem Terrarium, sondern immer langsam und in Ruhe. Die Dione spüren sofort die Wärme von der menschlichen Hand und dem Arm und empfinden diese als angenehm. Deshalb lernen sie schnell, das Handling mit etwas Angenehmen zu verbinden. Außerdem sind sie ohnehin sehr neugierig und immer darin interessiert, ihre Umgebung zu erkunden.

 

Weitere Hinweise zum Handling von Dionenattern sind auf meiner Seite Verhalten zu finden.