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DioneNatter

    

 

 

 

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Schlangen"schmusen"

So zutraulich werden Dionenattern:

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Herping in Russia

interessantes Video vom Fund wildlebender Dionenattern:

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Schlange gefunden?

Keine Angst vor unseren heimischen Schlangen! Mit dem Artensteckbrief der DGHT Schlangenarten bestimmen:

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Dieses Kapitel beginnt mit einer schlechten Nachricht:  Bei der Dionenatter kommt man um eine Überwinterung nicht herum - ohne Wenn und Aber. Denn nicht wenige Schlangenhalter drücken sich mit ihren Kornnattern oder anderen nordamerikanischen Arten gerne mal unter der Ausrede um die Winterruhe, das Verbreitungsgebiet der entsprechenden Art würde ja auch südliche Bereiche umfassen, wo es keine strengen Winter gäbe. Dieses Scheinargument "zieht" bei der Dionenatter  nicht! Die Winter im gesamten Herkunftsgebiet der Dionenatter sind immer und ohne Ausnahme hart und streng.

Besonders Anfängern scheint die alljährliche Frage nach der Überwinterung ihrer Schlangen großes Kopfzerbrechen zu bereiten, wie man an immer den selben Fragen ablesen kann, die spätestens im Herbst in den Internetforen auftauchen. Doch jetzt die gute Nachricht: Auch das Thema Winterruhe gestaltet sich bei der Dionenatter  völlig unkompliziert und wird selbst einem absoluten Anfänger in der Schlangenhaltung kein Kopfzerbrechen bereiten.

 

 

Winter im Altai:

                                                                                                                                                                                                          

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Winterruhe? - ganz einfach!

 

Zunächst einmal kommt es auf die räumlichen Gegebenheitem bei dem jeweiligen Halter an und somit auf die ganz individuellen Möglichkeiten, eine Winterruhe durchzuführen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Methoden, die alle gut und einfach funktionieren.

- Winterruhe im Terrarium: diese Methode setzt voraus, dass die Terrarien in einem separaten Raum stehen, der unabhängig vom Rest der Wohnung im Winter kühler gehalten werden kann.
Ab etwa Mitte Oktober füttert man das letzte Mal und beginnt dann Anfang November über einen Zeitraum von zwei Wochen, die künstliche Beleuchtung auf Null herunter zu fahren. Gleichzeitig senkt man durch Auschalten der Heizung (sowohl Terrarien- als auch Zimmerheizkörper) und nächtliches Offenlassen der Raumfenster die Temperatur auf Werte um 12°C oder leicht darunter. Ab Mitte November verdunkelt man die Terrarien (z.B. Abhängen mit schwarzen Decken), sodass kein Licht mehr hineinfällt. Das Temperaturniveau kann während der gesamten Winterruhe in dem genannten Bereich verbleiben. Entscheidend ist hierbei die Verdunklung: kühle Temperaturen und Dunkelheit bilden eine Einheit, die entscheidend für eine erfolgreiche Winterruhe ist!
Nun lässt man die Tiere absolut in Ruhe - von einer dreiwöchentlichen Kontrolle der Wassernäpfe einmal abgesehen - und dies ist ein Punkt, mit dem besonders Anfänger ihre Probleme haben, denn es fällt selbst erfahren Schlangenhaltern mitunter schwer, die Neugier nach dem Wohlbefinden seiner Tiere so lange unterdrücken zu müssen...
Anfang Februar ist es geschafft, man kann die Verdunkelung wieder entfernen und die ganze Prozedur in umgekehrter Reihenfolge wiederholen. Mit Ende des Februars kehrt dann wieder der "Normalzustand" ein und die Winterruhe ist geschafft. Die meisten
Dionenattern  beginnen schon am ersten Tag nach der Winterruhe wieder gierig zu fressen, ich warte jedoch mit der ersten Fütterung noch einige Tage, bis die Temperaturen wieder über etwa 20°C liegen, damit es nicht zu Verdauungsproblemen kommt.


- Winterruhe im Keller: Hat man die erstgenannten Möglichkeiten nicht, es steht jedoch ein separater Kelleraum zur Verfügung, so kann man auch darin problemlos seine Schlangen überwintern. Dazu setze ich meine Tiere einzeln oder paarweise nach Geschlechtern getrennt in Kunstoffboxen, wie man sie zur Aufbwahrung z.B. bei IKEA findet. Eine Größe von ca. 70 x 40cm ist ausreichend für zwei Schlangen. Zunächst muss man die Boxen natürlich mit ausreichend Luftlöchern versehen (mit Bohrmaschine oder Lötkolben). In die Box kommt
eine Schicht Sägespäne, man kann aber auch Walderde oder ungedüngte Blumenerde nehmen, manche verwenden sogar Heu für Zwergkaninchen. Dazu ein Versteck für jede Schlange (z.B. ein umgedrehter Blumentopf oder eine Plastikbox aus dem Terraristik-Fachhandel) und ein großer Wassernapf. Das Ganze wird mit einem Deckel sorgfältig und ausbruchsicher verschlossen. Ich stelle z.B.noch einen schweren Koffer auf den Stapel mit Überwinterungsboxen, um wirklich jeden Ausbruchsversuch zu unterbinden.
Die Prozedur beginnt bei mir Ende Oktober, wenn ich das letzte Mal ausgiebig füttere. Bis Mitte November fahre ich dann Terrarienheizung und -beleuchtung auf Null und währenddessen haben die Tiere ihren Darm weitesgehend entleert. Mitte November ziehen meine Dionenattern dann in ihren Überwinterungsboxen in meinen Keller um, wo sie in den gestapelten Boxen bei etwa 5-12°C bis Ende Januar/Anfang Februar verbleiben. Die Boxen sind mit Pappe verdunkelt und werden nur zur Kontrolle der Wassernäpfe alle drei bis vier Wochen geöffnet und kontrolliert. Am ersten Februarwochenende hole ich dann alle Boxen wieder aus dem Keller und die Prozedur erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.


-Winterruhe im Kühlschrank: Wer von dieser Methode zum ersten Mal hört, greift sich vermutlich an den Kopf, aber natürlich soll dies keine Aufforderung sein, seine Schlangen neben der Salami zu lagern. Gemeint ist vielmehr ein separater Kühlschrank, der nur der Überwinterung der Schlangen dient. Der Vorteil ist, dass man seine Tiere unter sehr kontrollierten Bedingungen bei der gewünschten Temperatur
(6-9°C) und in absoluter Dunkelheit überwintern kann. Die Schlangen verbrauchen kaum Sauerstoff während der Winterruhe und so genügt es, alle paar Tage kurz die Kühlschranktür zum Luftaustausch zu öffnen. Die weiche, dicke Gummiabdichtung einer Kühlschranktür erlaubt es auch, einen Schlauch zur Sauerstoffversorgung in die Tür zu klemmen. Ansonsten läuft diese Form der Überwinterung genau so ab wie die  zuvor genannte.

 

 

Noch Fragen?

 

An dieser Stelle werde ich noch einmal die häufigsten Fragen und Vorurteile kurz und knapp beantworten.

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Ist eine Winterruhe wirklich nötig? Ich habe gehört, dass man Dionenattern nicht unbedingt überwintern muss, ein Bekannter macht das schon immer so und seinen Tieren geht es gut.

 

Dionenattern sind äußerst robuste und anpassungsfähige Schlangen, so dass sie auch eine falsche Haltung lange tolerieren können. Mit Sicherheit ist es jedoch artgerechter, seinen Tieren so weit wie möglich die natürlichen Lebensbedingungen zu bieten, denen sie auch in der Natur ausgesetzt wären. Und dazu zählt nun einmal die Winterruhe, zumal ja sie nicht einmal annähernd so lange und kühl wie in der Natur verlaufen muss. Acht Wochen in Dunkelheit unter 19°C stellen das Minimum dar und dies ist nun wirklich zumutbar, wenn man sich für die Haltung dieser Schlangen entscheidet.

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Ich habe gehört, dass man die Schlangen vor der Winterruhe baden soll?


Das lese ich vor allem in Internetforen immer wieder und um es ganz kurz zu sagen: Nein, das ist nicht nötig. Bei Landschildkröten wird dies praktiziert und vielleicht haben manche Halter das fälschlicherweise auch auf Schlangen übertragen.

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Ich habe Angst davor, dass meine Schlangen bei über 8 Wochen in Dunkelheit und Kälte ohne Fressen krank werden oder sogar sterben.


Die meisten Menschen neigen zur Vermenschlichung oder bestenfalls "Disneysierung" von Tieren und vergessen dabei, dass sich insbesondere Schlangen seit vielen Jahrmillionen an
ihre jeweilige Lebensweise angepasst haben. Natürlich sterben viele Jungschlangen im ersten Jahr während der harten russischen Winter und nur die kräftigsten überleben. Nur dürfen wir unsere acht Wochen bei vergleichsweise "sommerlichen" 15°C in einem deutschen Keller nicht mit einem sibirischen Winter vergleichen! Für eine gut genährte Dionenatter sind einige Wochen Ruhe ohne Futter überhaupt kein Problem!

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Sollen Weibchen nach der Winterruhe mehr zu fressen bekommen, als Männchen?


Ja, das ist richtig. Möchte man mit seinen Schlangen züchten, muss man die Zuchtweibchen nach der Winterruhe besonders gut füttern. Die Männchen fressen dagegen nach der Winterruhe oft erst einmal gar nichts, da sie in Paarungsstimmung kommen und "anderes" im Sinn haben.

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Warum soll man Männchen und Weibchen getrennt voneinander überwintern?


Je nach Überwinterungsart kann es passieren, dass Licht und etwas Wärme in die Überwinterungsboxen kommt. Bei 15°C sind Dionenattern noch sehr aktiv und die Männchen können bereits in den Überwinterungsboxen mit Paarungsversuchen beginnen. Dies führt zu Streß und Gewichtsverlust bei den Weibchen, da diese in den engen Boxen nicht ausweichen können, außerdem ist vielleicht gar kein
Nachwuchs gewünscht.

 

 

Nach dem langen Winter genießt dieses adulte Weibchen die Frühlingssonne auf dem Balkon:

Adultes Weibchen der roten Wladiwostok LokalformAdultes Weibchen der roten Wladiwostok Lokalform

 

 

 

 

 

 

 

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