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DioneNatter

    

 

 

 

Aktuelles

 

 

"Schlangenschmusen"

So zutraulich werden Dionenattern:

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Herping in Russia

interessantes Video vom Fund wildlebender Dionenattern:

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Terrarien gibt es in drei Ausführungen:

- Glas

- Holz

- Kunststoff

 

Jedes Material hat seine ganz individuellen Vor- und Nachteile. Hinzu kommen noch besondere Vorlieben oder Ansprüche an den dekorativen Aspekt, wenn die Schlangenhaltung zum Beispiel in den Wohnraum integriert werden soll.

 

Glasterrarien bilden preislich das Mittelfeld in der obigen Aufzählung, sind wasserfest und dementsprechend gut zu reinigen. Ihre Nachteile sind das hohe Gewicht und die schlechte Wärmedämmung. Der Selbstbau kommt nur für Fachleute (Glaser) mit entsprechendem Werkzeug in Frage, jedoch gibt es inzwischen eine riesige Auswahl - unter anderem auch sogenannter Komplettsets, in denen alles, inklusive Rückwand und Beleuchtung, enthalten ist.

 

Terrarium von Exo TerraTerrarium von Exo Terra

 

Holzterrarien, gemeint ist hier meist die Bauweise aus Grobspanplatten (OSB), lassen sich sehr kostenkünstig in allen gewünschten Maßen kaufen, anfertigen oder sogar selbst bauen. Sie besitzen eine sehr gute Wärmedämmung, lassen sich also kostengünstig beheizen. Nachteile: um sie wasserfest zu machen, müssen sie mit Kunstharz aufwendig versiegelt werden und als besonders dekorativ würde ich naturbelassene Grobspanplatten nicht gerade bezeichnen, man muss sie also an den sichtbaren Außenwänden zumindest anstreichen, wenn man sie nicht in einem Hobbyraum aufstellen möchte.

Standard OSB Terrarium von Terrarien FactoryStandard OSB Terrarium von Terrarien Factory

 

 

Kunststoffterrarien wirken optisch sehr dekorativ, sind also ein echter Blickfang im Wohnzimmer, lassen sich gut reinigen, sind wasserfest und pflegeleicht und besitzen eine gute Wärmedämmung. Nachteil ist hier der sehr hohe Preis.

 

Kunststoffterrarium von PythonkingKunststoffterrarium von Pythonking

 

 

Für die Haltung von Dionenattern sind alle drei Terrarientypen gleichermaßen geeignet und so bleibt die Wahl dem Leser letztlich selbst überlassen. Wovon ich dagegen dringend abrate sind Aquarien. In Internetforen stolpere ich öfters über die Frage "Ich habe noch ein leeres Aquarium im Keller rumstehen, kann ich da eine Schlange drin halten?" Dazu kann ich nur mit einem klaren NEIN antworten! In einem Aquarium ist kein ausreichender Luftaustausch möglich, da die unteren Belüftungsmöglichkeiten fehlen, zudem erfolgt jedes Handling in einem Aquarium von oben und dies mögen Schlangen überhaupt nicht, da die meisten Beutegreifer ebenfalls von oben zustoßen.

 

Terrarium - welche Größe brauche ich?

 

Wahrscheinlich hat der eine oder andere Leser bereits von den sogenannten Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien gehört. In diesem Gutachten des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten heisst es, dass ein artgerechtes Terrarium mindestens die Länge von 1 x 0,5 x 1 (Länge x Tiefe x Höhe) der gehaltenen Schlangenart aufweisen soll und das Volumen um 20% für jedes weitere Tier zu erhöhen sei. Dieses Gutachten berücksichtigt leider nicht die unterschiedlichen Lebensweisen der Reptilien und so ist eine Höhe von einem Meter für eine bodenbewohnende Schlangenart die reine Verschwendung. Für die meisten Schlangenhalter dient dieses Gutachten deshalb eher als grobe Faustformel. Ein Pärchen der Dionenatter lässt sich sehr gut in einem Terrarium mit den Maßen 100cm x 50 x 50 halten. Natürlich ist dies als Mindestmaß zu verstehen, mehr Platz wird von den bewegungsfreudigen Schlangen gerne angenommen. Die Dionenatter ist überwiegend bodenbewohnend, zwar klettert sie hin und wieder gerne, benötigt jedoch kein ausgesprochen hohes Terrarium. Ihr genügt ein leicht erhöht liegender Ruheplatz, von dem aus sie ihre Umgebung beobachten kann. Genauso gerne zieht sie sich aber auch mal in eine Höhle am Boden zurück - sie mag eben die Abwechslung.

 

 

Meine Terrarienanlage - Maßanfertigung aus Kunststoff von Pythonking:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Durchschlupf -  so steht den Nattern mehr Platz zur Verfügung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Terrarium - aber welche Einrichtung?

 

Hat man sich für ein passendes Terrarium entschieden, geht es nun an die Einrichtung. In jüngster Zeit haben sich zwei Strömungen in der Terraristik gebildet:

- auf der einen Seite die Puristen, "Terrarianer der alten Schule", wie ich sie keineswegs despektierlich nennen möchte,

- auf der anderen Seite jene Halter, die sich für die Haltung unter eher praktischen und hygienischen Gesichtspunkten entschieden haben. Diese Haltungsform stammt größtenteils aus den USA und erfreut sich hierzulande wachsender Popularität.

Zwischen den Vertretern beider Haltungsformen werden oft ideologische Debatten geführt, auf die ich auf meiner Homepage jedoch nicht eingehen möchte. Meiner Meinung nach haben beide Haltungsformen ihre Daseinsberechtigung, solange die individuellen Bedürfnisse der Tiere so artgerecht wie möglich befriedigt werden.

 

Bodengrund: als Bodengrund sind von Walderde über Kokosfasersubstrat bis Weichholzspänen prinzipiell alle üblichen Terrarienbodenmaterialien geeignet. Ungeeignet sind Sand und selbstverständlich Katzenstreu aller Art, ebenso Materialien aus dem Baumarkt wie Rindenmulch für den Garten, gedüngte Blumenerde oder Buchenspäne.
Wer eine naturnahe Einrichtung bevorzugt, dem sei Walderde empfohlen. Diese hat nicht nur den Vorteil, dass sie nichts kostet, sie sieht außerdem natürlich aus und enthält wertvolle Mikroorganismen, die beim Abbau der Schlangenausscheidungen helfen.

Weichholzspäne für die Schlangenhaltung haben natürlich nichts mit der ähnlich aussehenden Kleintiereinstreu für Kaninchen oder Hamster zu tun, sondern ist ein spezielles, für Schlangen entwickeltes Substrat, das mitverdaut werden kann, keine spitzen Holzstückchen enthält, nicht staubt und nicht schimmelt. Ich selbst verwende "Chipsi snake" und kann es nur empfehlen, denn es ist wirklich staubfrei und so fein und weich, dass meine Schlangen es problemlos mitfressen können, sollte etwas davon am Futtertier haften bleiben. Damit das Ganze nicht zu steril und nach "Hamsterkäfig" aussieht, streue ich noch getrocknete Wildkräuter über das Weichholzsubstrat, wie man es im Zoofachhandel für Kaninchen abgepackt kaufen kann.

 

Beispiele für handelsübliche Bodengründe, die gut geeignet sind:

 

Chipsi snakeChipsi snake         Kokosfaser von Zoo MedKokosfaser von Zoo Med

Reptibark von Zoo MedReptibark von Zoo Med

                 

 

 

                  

 

 

 

 

     

 

 

 

 


Der Bodengrund für die Dionenatter sollte grundsätzlich trocken sein, um Hautkrankheiten, wie z.B. Pilzen, keine Chance zu geben. Als feuchte Rückzugsmöglichkeit und wichtig für eine komplikationslose Häutung ist eine Wetbox, die man seinen Tieren permanent anbieten sollte. Dazu eigenen sich sowohl einfache und preiswerte Plastikdosen, die man mit einem passenden Loch versieht, als auch Kunsthöhlen aus dem Fachhandel. Hier einige Beispiele:

 

 



Moosbox von M&S ReptilienMoosbox von M&S ReptilienWetbox von ZooMedWetbox von ZooMed   Box von PythonkingBox von Pythonking                                                    

 

 

 

 

Manche verwenden auch einen Blumentopf aus Ton, der umgedreht auf einen passenden Plastikuntersetzer gestellt wird. Der Phantasie und der Bastelleidenschaft sind hier so gut wie  keine Grenzen gesetzt. Die Wetbox wird dann mit etwas feuchtem Sphagnum-Moos gefüllt, so dass ein feuchtes Mikroklima innerhalb der Höhle entsteht.
 


Trinken und Baden
: Ein Wassergefäß darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Auch hier
gibt es verschiedene Möglichkeiten: Kunsttoffschalen die wie aus echtem Stein wirken, Pflanzenschalen aus Ton oder spezielle Wassernäpfe, wie sie auch für Zwergkaninchen verwendet werden. Falls sie aus Ton sind, ist sehr wichtig, dass sie zumindest innen glasiert sind, da sonst das Wasser durch den Ton tritt und den Bodengrund vernässt. Das Gefäß sollte so groß gewählt werden, dass die Schlange zusammengerollt ganz hinein passt. Zwar badet die Dionenatter  höchstens mal an sehr warmen Sommertagen (oder bei Milbenbefall), aber die Möglichkeit dazu sollte ihr stets zur Verfügung stehen. Auch muss das Gefäß schwer oder standfest genug sein, damit es die Schlange beim Darüberkriechen nicht umkippen kann.
Ich selbst verwende solche Tonschalen (siehe Foto und mein Video ganz unten) aus dem Zoofachhandel; diese haben den Vorteil, dass sie standfest, stabil, schwer und innen glasiert sind, außerdem haben sie einen nach innen gezogenen Rand, damit nicht so leicht Bodensubstrat hinein fallen oder Wasser heraus schwappen kann.

Dieses Tringefäß gibt's bei ZOO&Co.Dieses Tringefäß gibt's bei ZOO&Co.

 

 

Dionenatter nimmt ein Bad.Dionenatter nimmt ein Bad.

 

 

 

Einrichtung: nachdem der Bodengrund, ein Wassergefäß, sowie eine Wetbox eingebracht wurde, kommen wir nun zur weiteren Einrichtung. Neben der Wetbox benötigt jede Schlange auch eine eigene, trockene Höhle als Rückzugsort. Hier gibt es ebenfalls wieder viele Möglichkeiten von kostenlos bis teuer. Gratis gibt es z.B. Rindenstücke aus dem heimischen Wald; diese haben jedoch den Nachteil, dass sie schimmeln und nicht gereinigt werden können und bei Verschmutzung jedesmal durch neue ersetzt werden müssen. Abwaschbar und sehr langlebig ist dagegen Korkrinde aus dem Fachhandel, die auch heiß abgewaschen werden kann, ohne je zu schimmeln oder zu vermodern. Daneben kommen auch spezielle Kunststoffhöhlen aus dem Fachhandel in Frage oder als preiswerte Alternative ein umgedrehter Blumentopf aus Ton in passender Größe. Die Auswahl bleibt je nach Geschmack und passend zur Terrarieneinrichtung jedem selbst überlassen.

 

My home is my castle:

Beispiele für eine geeignete Schlangenhöhle.Beispiele für eine geeignete Schlangenhöhle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Klettermöglichkeiten lassen sich diverse Äste einbringen. Von Steinen oder gar Aufbauten aus Steinen rate ich persönlich ab, da Dionenattern gerne mal im Bodengrund buddeln und dann Gefahr laufen, unter schweren Steinen begraben oder eingequetscht zu werden. Geeignet sind sowohl Äste vom Obstbaumschnitt aus dem Garten (gratis) oder auch hier wieder Kork aus dem Fachhandel. Dionenattern klettern zwar hin und wieder gerne, stellen sich als überwiegend bodenbewohnende Schlangen dabei aber nicht so geschickt an, wie andere asiatische Kletternattern. Deshalb sollten die Äste dicker als der Schlangenkörper gewählt werden und mit rauher Rinde versehen sein, um den Schlangen einen besseren Halt zu ermöglichen. Meine Schlangen nehmen zum Beispiel sehr gerne Korkröhren an, in denen sie nicht nur liebend gerne herumklettern, sondern sich auch ausruhen und dabei immer den Blick nach draußen behalten, um ja nichts Interessantes zu verpassen...

 

 

 

Wer handwerklich begabt ist und gerne bastelt, der kann sich selbst eine individuelle Rückwand mit vielen Klettermöglichkeiten und Aussichtspunkten herstellen. Dies ist jedoch ein spezielles und sehr umfangreiches Spezialgebiet der Terraristik, auf das ich aus Platzgründen hier nicht eingehen möchte. Wer sich jedoch näher damit befassen will, dem empfehle ich dieses Buch:

 

Terrarieneinrichtung von Thomas WilmsTerrarieneinrichtung von Thomas Wilms

 


Pflanzen - natürlich künstlich?

 

Ein natürlich bepflanztes Terrarium sieht nicht nur schöner aus, echte Pflanzen tragen auch zu einem guten Terrarienklima bei, indem sie für eine gewisse Luftfeuchtigkeit sorgen. Der Nachteil ist allerdings, dass sie von den Dionenattern gerne mal ausgebuddelt werden. Da hilft dann das Einpflanzen in ein stabiles Pflanzgefäß, was auch den Vorteil hat, dass Gießen und Düngen besser kontrolliert werden können.
Wer stattdessen lieber auf Kunststoffplanzen zurückgreifen möchte - kein Problem. Diese haben dafür den Vorteil, dass sie leicht abwaschbar sind und Ausgegraben zu werden macht ihnen auch nichts aus.

 

Technik, die begeistert?

 

Ganz ohne Technik geht es nicht, auch wenn die Dionenatter klimatisch aus einem recht ähnlichen Klima stammt, wie wir es in Deutschland haben. Im Grunde ist es jedoch ganz einfach, denn unsere Schlangen benötigen prinzipiell nur zwei Dinge: Licht und Wärme. Und da sie als wechselwarme Reptilien Wärme mit Licht verbinden, genügt ein einziger Spot, der das Terrarium auf Temperaturen zwischen 23 und 26°C aufheizt und punktuell für einen Wärmeplatz von ca. 28 -30°C sorgt. Ich kenne jedoch auch andere Halter, die nur eine Leuchtstoffröhre als Grundbeleuchtung verwenden und deren Abwärme ausreicht, um das Terrarium zu beheizen. Meine Terrarien wiederum stehen im Wohnraum mit Fußbodenheizung vor einem großen Süd-West-Fenster, werden durch LED beleuchtet und benötigen ansonsten keine weitere Erwärmung.
Für welche Methode man sich auch entscheidet - wichtig ist, dass  unterschiedliche Temperaturzonen im Terrarium zur Verfügung stehen und die Schlangen sich einen von ihnen bevorzugten Temperaturbereich aussuchen können.

UV-Lampen, wie sie der Fachhandel z.B. für Wüstenbewohner anbietet, sind nicht vonnöten, da das notwendige Vitamin D3 in den Futtertieren in ausreichender Menge vorhanden ist. Wovon ich absolut abrate, sind Wasserfälle, Beregnungsanlagen und "Wasserspiele" aller Art;
die Schlangen benötigen dies absolut nicht und außerdem können sich sehr schnell pathogene Keime im Wasser bilden und werden dann mit den Wassertröpfchen in der Luft verteilt.

 

 

 

 

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