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DioneNatter

    

 

 

 

Aktuelles

 

 

"Schlangenschmusen"

So zutraulich werden Dionenattern:

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Herping in Russia

interessantes Video vom Fund wildlebender Dionenattern:

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Von allen Schlangenarten hat die Dionenatter  mit das größte Verbreitungsgebiet der Welt! Es reicht im Westen von der Ukraine über Georgien, die mittelasiatischen Republiken Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, den Iran, die nördliche Mongolei bis zur koreanischen Halbinsel. Wo ihre Heimat im Norden, der russischen Taiga endet, ist bis heute nicht endgültig erforscht.

Herpetologen sind sich weitgehend darüber einig, dass das Taxon Elaphe dione dringend einer Revision bedarf, da es aufgrund des riesigen Verbreitungsgebiets und der variablen Färbung nur schwer verständlich ist, weshalb eine Schlange aus der Ukraine exakt derselben Art angehören soll, wie ein Exemplar aus dem 5.000km entfernten Nordkorea, das zudem noch völlig anders aussieht!

Der Buchautor Bruno Treu, der seit über 30 Jahren Elaphe dione hält und im Habitat beobachtet hat, berichtete mir von einer langjährigen Gemeinschaftshaltung chinesischer Dionenattern mit westrussischen Tieren, bei der es nie zu Bastardisierungen kam - die Männchen zeigten noch nicht einmal das geringste Interesse an den Weibchen der jeweils anderen Lokalform! Dasselbe konnte auch Dr. Rainer Fesser, ebenfalls einer der versiertesten Halter und Kenner der Art beobachten.

 

                                                                   

                                       Verbreitungsgebiet der Dionenatter :                                                                                                                                                                                              (Quelle: http://www.reptile-stamps.de)

 

 

 

Lokalformen und Farbmorphen

Seit längerem habe ich den Eindruck, dass man unter Schlangenhaltern heutzutage nur noch etwas gilt, wenn man die neueste Farbmorphe besitzt oder gezüchtet hat.

Man mag davon halten was man will - auch ich muss zugeben, dass ich mich dem Reiz von auffällig gemusterten und/oder gefärbten Schlangen nur schwer entziehen kann, wenn auch in gewissen Grenzen. 

Bei der Kornnatter sind in dieser Hinsicht scheinbar alle Hemmungen gefallen und für die unüberschaubare Fülle an Farbformen sind sogar dicke Nachschlagewerke im Buchhandel erschienen. Leider steht hier oftmals der finanzielle Aspekt im Vordergrund und hinzu kommt dazu noch die traurige Tatsache, dass normalfarbige Kornnattern praktisch kaum noch verkäuflich sind. Vermehrt treten erste Gendefekte durch Inzucht über Generationen auf. Noch immer (und völlig zu Unrecht) steht die Dionenatter bei Schlangenliebhabern nach wie vor nicht im Mittelpunkt ihres Interesses, was in diesem Fall jedoch ein Vorteil ist. Es gibt zwar erste Farbmorphen bei der Dionenatter, diese sind jedoch nur zu einem kleinen Teil bewusst herausgezüchtet worden, der überwiegende Teil sind natürliche Farbformen von verschiedenen Fundorten. So findet man alle Abstufungen an melanistischen Tieren (Schwärzlinge), von Grau bis zu komplett schwarz, außerdem dunkelrote, rote, orange, gelbliche, grünliche und auch albinotische Exemplare. 

 

 

Lebensraum im Georgisch-Russischen Grenzgebiet:                

                                                                                                                                                                                             
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lebensraum am Rand des Altaigebirges:

                                                                                                                                     

  

  

 

Nachfolgend eine der seltenen Freilandaufnahmen. Deutlich ist zu erkennen, dass es sich bei dem Lebensraum um keine Steppe handelt, sondern um Wiesen- und Nutzflächen. Die Dionenatter gilt als Kulturfolger, sucht also die Nähe zu menschlichen Siedlungen, da es dort häufig Nagetiere gibt.

 

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Sag mir, woher du kommst!

 

Durch das riesige Verbreitungsgebiet besteht eine große Vielfalt in Zeichnung und Farbe.
So überwiegen bei russischen Tieren Grau- und Schwarztöne, während bei chinesischen Tieren gelb und rot in der Färbung dominieren. Chinesische und koreanische Tiere habe ich in diesem Kapitel jedoch bewusst weggelassen, da sie in meinen Augen eigene Unterarten, wenn nicht sogar eigenständige Arten bilden (siehe meine Erläuterung unter Allgemeines).

In der Natur kommen zwei verschiedene Zeichnungsvarianten vor: eine gestreifte und eine gefleckte Variante. Einige Lokalformen der Dionenatter ähneln der Zweiflecknatter (Elaphe bimaculata ) sehr und können leicht mit ihr verwechselt werden. In der Terrarienhaltung existieren unterschiedliche Lokalformen, u.a.  Wladiwostok, Ukraine, Mosdok (Nordöstl. Kaukasus -Nordossetien), Barnaul (Altai), nördliche Mongolei (250 km südl. des Baikalsees), Grenzgebiet Georgien/Azerbaidschan und Kaukasus, Amurgebiet, sowie schwarze, rote und orange Farbformen, welche, wenn überhaupt, zu hohen Preisen gehandelt werden.

 

Die weltweit größte Sammlung von verschiedenen Farb- und Lokalformen dürfte das Exotarium von Tula besitzen. Stand 2004 werden hier 54 Exemplare aus den verschiedensten Lokalitäten gehalten und gezüchtet. Tula liegt etwa 200km südlich von Moskau und ist das heilige "Mekka" für jeden eingefleischten Dionenatter-Fan.
  

Kunterbuntes Durcheinander.

 

Leider verfielen einige gewinnorientierte Züchter darauf, diesen natürlichen Morphen verkaufsfördernde Bezeichnungen zu geben, wie sie bei anderen Schlangenarten (Königspythons, Kornnattern) gebräuchlich sind. So werden gelegentlich orangefarbene Wladiwostok-Dione unter den Phantasiebezeichnungen "Sunglow " oder "Sunset " angeboten. Besonders intensiv rot gefärbte Tiere werden als "Super Red " oder einfach nur"Red " bezeichnet. Rotgefleckte Tiere werden (auch in Deutschland) meist als "Tiger " bezeichnet, wobei deren Herkunft meist unbekannt und nur ungenau als "far east" - also irgendwo im tiefsten Osten Russlands - angegeben ist.  In diesem Zusammenhang findet man auch die Bezeichnung "Chersky". Dies ist eine ehemalige Unterart der Dionenatter aus dem Grenzgebiet von Sibirien und dem äußersten Nordosten Chinas, die 1914 von Nikolsky entdeckt nach dem russischen Wissenschaftler A. Chersky benannt wurde (Elaphe dione cherskii). Später hat Nikolsky dieses Taxon jedoch wieder mit Elaphe dione synonymisiert.

Daneben finden sich noch Bezeichnungen für schwach gezeichnete Dionenattern, sogenannte "Tenebrosa " oder "Patternless Tenebrosa " für völlig zeichnungslose, einfarbige Tiere, sowie "Yellow striped " oder auch nur "Striped " für gestreifte Tiere. Und zu guter Letzt werden unter der Bezeichnung "Nigrita " schwarze (melanistische) Dionenattern angeboten. All diese Morphen sind natürliche Mutationen und stammen von Schlangen ab, die so gefangen wurden und in menschliche Obhut gelangt sind.

 

Um den Rahmen meiner Homepage nicht völlig zu sprengen, kann ich nicht auf alle derzeit bekannten Farb-/Lokalformen mit Fotos und detaillierten Angaben eingehen. Wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich das Buch von Bruno Treu, in dem die meisten Farb- und Lokalformen mit Foto zu finden sind: 



 

 

 

 

Aktuell habe ich mich auf die Haltung und Nachzucht von folgenden Lokal-/Farbformen spezialisiert:

 

1. Wladiwostok. In der Nähe dieser sibirischen Metropole kann man, wenn auch extrem selten, orange-rote Tiere beobachten. Sergej Ryabov, der russische Herpetologe und Direktor des Exotariums von Tula (Link siehe oben), hat - neben vielen anderen Lokalformen - die ersten orangefarbenen Dionenattern in freier Wildbahn entdeckt und gesammelt. Mit diesen Tieren wurde im Exotarium von Tula die rote Farbe intensiver heraus gezüchtet - in verschiedenen Blutlinien, um Inzucht zu vermeiden.


2. Mosdok/Kaukasus. Die melanistischen (schwarzen) Mosdok-Tiere kommen nur auf einem sehr schmalen Streifen entlang des Flusses Terek vor, nicht jedoch in den Steppen der Umgebung. Die Tiere sind komplett schwarz, lediglich einige dünne weiße Seitenlinien bilden ein unterbrochenes Band, es gibt jedoch auch Tiere, bei denen dieses Band kaum sichtbar ist. Mit zunehmendem Alter können die weißen Striche auch vollständig verblassen. Mein ganzer Stolz ist "Black Beast", ein melanistisches Weibchen aus der Zucht von Sergej Ryabov (Foto folgt weiter unten).

 

 

 

 Elaphe dione 'Wladiwostok' Rot. 1-jähriges Jungtier:

Elaphe dione 'Wladiwostok'

Gestreifte, rote Varietät. 

1-jähriges Jungtier.

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Es gibt auch Exemplare ohne Kopfzeichnung:

Elaphe dione 'Wladiwostok'Elaphe dione 'Wladiwostok'

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Elaphe dione 'Far east' (sogenannte "Tiger") - dunkle Form:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Die hellere Form:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mischlingsweibchen (Mutter = Wladiwostok normalfarbig / Vater = Wladiwostok rot)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Melanistische Elaphe dione (Spitzname "Black Beast"):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilmelanistisches Männchen aus Mosdok (nur die Muster sind schwarz):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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